Titel: Verfahren zum Schweiſsen von Metallen in Rothglühhitze.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1882, Band 244/Miszelle 3 (S. 81–82)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj244/mi244mi01_3

Verfahren zum Schweiſsen von Metallen in Rothglühhitze.

Durch eine aus 0k,66 Stahl- oder Eisenspäne, 0k,32 Borax und 0k,02 Salmiak zusammengesetzte Masse glaubt H. Julien in Brüssel (* D. R. P. Kl. 49 Nr. 16601 vom 8. Januar 1881) nicht nur eine Verstärkung von Metallstücken, sondern auch ein Schweiſsen aller Arten Metalle erzielen zu können.

Um eine Verstärkung bei Metallstücken machen zu können, habe man nachstehendes Verfahren zu befolgen: Nachdem man das zu verstärkende Metall ins Feuer gebracht und sofort aus demselben wieder herausgenommen hat, wenn dasselbe den erforderlichen Hitzegrad, die Dunkelglühhitze, erreicht, taucht man dasselbe in die angegebene Composition (diese haftet dem Metall in bedeutendem Maſse an) und vergröſsert nunmehr die Haltbarkeit der anhaftenden Masse durch ein sehr schnelles Hämmern desselben. Dieses Hämmern treibt den Borax, welchen man zum Schmelzen der Eisen- oder Stahlfeilspäne benutzt hat, aus und es bleiben daher nur die letzteren zurück, welche in auffallendem Maſse anhaftend und widerstandsfähig sein sollen.

Zum Schweiſsen werden die vorher vorgearbeiteten, zugespitzten Theile bis zur Kirschrothglühhitze, vielleicht etwas darüber, erhitzt, wobei beachtet werden muſs, daſs die eigentliche Schweiſstemperatur weder erreicht, noch überschritten wird. Die zu schweiſsenden Flächen werden darauf mit dem Schweiſspulver bestreut und die Stücke wieder in das Feuer gebracht, alsdann |82| herausgenommen und durch schnell auf einander folgende Hammerschläge vereinigt.

Mg.

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