Titel: Maschine zum Lackiren von Metallpatronenhülsen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1882, Band 244/Miszelle 4 (S. 82)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj244/mi244mi01_4

Maschine zum Lackiren von Metallpatronenhülsen.

Bei der Maschine von Ludw. Loewe und Comp. in Berlin (* D. R. P. Kl. 72 Nr. 17078 vom 3. Juli 1881) werden die Hülsen in einen Kasten geworfen und hier durch 4 rotirende Greifer einem Trichter zugeführt, welcher sie, die Oeffnung nach oben, in eine mit 4 Bohrungen versehene verticale Trommel fallen läſst. Diese dreht sich abgesetzt und gibt die Hülsen dadurch um 180° gedreht, so daſs ihre Oeffnungen nach unten gekehrt sind, an einen mit Stahlfuttern versehenen Radkranz ab. In letzterem werden die Hülsen in der Weise lackirt, daſs eine durch die Maschine bewegte kleine Pumpe mit variabler Fördermenge aus einem Behälter Lack ansaugt und denselben in die Hülse hineinspritzt. Der sich ebenfalls ruckweise drehende Radkranz befördert sodann die Hülsen unter die Mündung eines Rohres, durch welches von oben durch die Zündlöcher, mittels einer ebenfalls durch die Maschine bewegten Luftpumpe, ein Luftstrahl geblasen wird, um die Zündlöcher von anhaftendem Lacke zu reinigen. Hierauf gelangt die Hülse über eine cylindrische, rotirende, auf und ab bewegbare Bürste, welche den Lack im Geschoſsraum der Hülse entfernt. In ihrer tiefsten Stellung kommt diese Bürste mit einem rotirenden, schräg gestellten Filzkegel in Berührung, dessen unterer Theil in ein Spiritusbad taucht. Endlich wird die Hülse selbstthätig aus dem Radkranze ausgestoſsen und durch eine schräge Rinne aus der Maschine entfernt.

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