Titel: Entmagnetisirung von Uhren u.a.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1882, Band 244/Miszelle 8 (S. 84)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj244/mi244mi01_8

Entmagnetisirung von Uhren u.a.

H. S. Maxim in New-York hat einen kleinen Apparat angegeben, mittels dessen Uhren, deren Träger etwa in die Nähe von kräftigen Dynamomaschinen verweilt haben, und andere kleine Dinge, z.B. Werkzeuge, wenn sie magnetisch geworden sind, leicht und sicher entmagnetisirt werden können. Nach dem Scientific American, 1881 Bd. 45 * S. 134 enthält dieser Apparat einen stabförmigen Elektromagnet, welchem der kräftige Strom einer dynamo-elektrischen Maschine oder einer galvanischen Batterie zugeführt wird. Dieser Elektromagnet wird mit einer Handkurbel rasch um die verticale Achse gedreht, auf welche er in horizontaler Lage aufgesteckt ist. Die Uhr o. dgl. wird auf wagrechter Achse in einem kleinen Gehäuse untergebracht, das nun sich um eine senkrechte Achse dreht. Am Ende der durch die Handkurbel in Umdrehung versetzten Schraube ohne Ende sitzt nämlich ein Kegelrad, welches die Drehung des Elektromagnetes erzielt; die Mutter der Schraube bildet ein Kegelrad, welches die Drehung auf die hohle Gehäuseachse überträgt, während eine über eine Schnurscheibe auf jener wagrechten Achse, über zwei Führungsrollen und eine auf einem Zapfen innerhalb der hohlen Gehäuseachse festsitzende Rolle laufende Schnur auch die wagrechte Achse in Umdrehung versetzt. Die Uhr, anfangs nahe an den Elektromagnet herangebracht, entfernt sich während der Drehung allmählich von ihm und ist so Strömen von wechselnder Richtung und von einer nach und nach bis auf Null abnehmenden Stärke ausgesetzt und wird dadurch gänzlich von ihrem vorherigen Magnetismus befreit.

E–e.

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