Titel: Reuſs' Rohrbiegemaschine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1882, Band 244/Miszelle 2 (S. 166–167)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj244/mi244mi02_2

Reuſs' Rohrbiegemaschine.

Zum Biegen von Rohren jeden Materials, auch in Spiralform, ohne die Rohre ausgieſsen zu müssen, wird von P. Reuſs in Schloſsbeichlingen bei Cölleda (* D. R. P. Kl. 49 Nr. 15 837 vom 17. April 1881) folgende Maschinen vorgeschlagen: Es werden hier 3 Rollen ähnlich wie bei den Schienen-Biegemaschinen (vgl. 1882 243 * 372) benutzt, welche an ihrem Umfange Eindrehungen von dem halben Querschnitt des zu biegenden Rohres haben. Diese Rollen sind in einem Gestell so angeordnet, daſs die beiden äuſseren |167| um festgelagerte Achsen drehbar sind, während die Achse der mittleren, übrigens auch gröſseren Rolle vertical verschiebbar ist. Beim Biegen eines Rohres wird dann diese Rolle so weit gehoben, dals sich das Rohr zwischen die Rollen einschieben läſst, und dann wird die mittlere Rolle mittels Führungsschraube allmählich niedergedrückt. Die Flanschen der Rollen verhindern dabei ein seitliches Ausweichen des Rohres; ob aber das Rohr nicht eingedrückt, also unbrauchbar wird, scheint fraglich. Eine Drehung der mittleren Rolle bringt dann eine gleichmäſsige Biegung des ganzen Rohrstückes hervor. Die Rolle selbst ist derart aus mehreren Theilen zusammengesetzt, daſs sie für mehrere Rohrstärken einstellbar ist.

Um dem zu biegenden Rohr eine Schraubenwindung zu geben, werden zwei Rollen mit Einschnitten an der Peripherie über einander in einem Gestell einzeln und zusammen verschiebbar angeordnet. Die dritte Rolle liegt vor diesen beiden und gibt dem Rohre durch eine entsprechende Verdrehung die gewünschte spiralförmige Biegung.

Mg.

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