Titel: Herstellung fester Fettsäuren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1882, Band 244/Miszelle 26 (S. 172)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj244/mi244mi02_26

Herstellung fester Fettsäuren.

A. Müller-Jacobs in Moskau (D. R. P. Kl. 23 Nr. 17264 vom 26. April 1881) will Oelsäure oder Baumwollsamenöl, Rüböl, Olivenöl, Sonnenblumenöl und Thrane auf 60 abkühlen, mit 30 bis 40 Proc. ebenfalls gekühlter Schwefelsäure von 1,823 bis 1,826 sp. G. mischen und, sobald die Temperatur des Gemisches auf 35° steigt, dieselbe mit dem doppelten Volumen Wasser versetzen. Nach 24stündigem Stehen wird die Glycerin und Schwefelsäure haltige Flüssigkeit entfernt, die gebildete Sulfoverbindung der Fettsäure aber mit Wasser gekocht, so daſs sich Oxyoleïnsäure bilden soll: 2C17H32.SO3H.COOH + 3H2O = C17H35.COOH + C17H33O.COOH + 2H2SO4. Die beim Abkühlen sich ausscheidende feste Fettsäure wird abgepreſst, mit Alkohol und Benzin gewaschen, endlich destillirt. Sie schmilzt dann bei 70,6° und dient zur Herstellung von Kerzen. Die flüssig bleibende Oxyoleïnsäure soll nach der Verseifung mit Alkalien als Beize in der Türkischrothfärberei oder in der Seifenfabrikation verwendet werden.

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