Titel: Zur Gewinnung von Glycerin.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1882, Band 244/Miszelle 11 (S. 255–256)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj244/mi244mi03_11

Zur Gewinnung von Glycerin.

Nach P. J. Depoully und L. Droux in Paris (D. R. P. Kl. 23 Nr. 17299 vom 28. Mai 1881) werden die Unterlaugen der Seifensiedereien neutralisirt, eingedampft und die von den auskrystallisirten Salzen getrennten Flüssigkeiten mit Oelsäure, Oel oder Talg versetzt, so daſs auf 1 Molecül Glycerin etwas mehr als 1 Mol. Fettsäure kommt. Nun wird auf 200° erhitzt, das gebildete Monoleïn mit Kalk verseift, das wieder frei gewordene Glycerin entsprechend |256| eingedampft, die Kalkseife aber mit einer Säure zersetzt, um die Fettsäure wieder verwenden zu können. – Das Verfahren verspricht wenig- praktischen Erfolg.

Um aus Seifensiederlauge das Glycerin mittels Osmose zu gewinnen (vgl. 1882 243 330), empfiehlt H. Flemming in Kalk bei Köln (D. R. P. Kl. 23 Nr. 17547 vom 17. April 1881) die Verwendung von Guttaperchapapier, welches nur die Salze, wenn auch langsam, hindurchläſst, für Glycerin aber undurchlässig ist. Dadurch wird das bei Verwendung von Pergamentpapier erforderliche Eindampfen der Osmosewässer erspart.

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