Titel: Neuerungen an Spannfuttern. (Patentklasse 49.)
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1882, Band 244/Miszelle 4 (S. 252–253)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj244/mi244mi03_4
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Neuerungen an Spannfuttern. (Patentklasse 49.)

Bei dem von F. Andree in Berlin (* D. R. P. Nr. 16533 vom 13. März 1881) vorgeschlagenen centrirenden Spannfutter werden die Backen nicht schlitzartig geführt; vielmehr sind sie an einem Ende um einen Zapfen drehbar und wirken somit wie einfache Hebel, deren freie Enden mittels Schnecke und Schneckenrad ganz gleichmäſsig gegen den festzuspannenden Gegenstand bewegt werden. Diese eigenartige Anordnung erreicht, daſs die Backen nicht so leicht todten Gang bekommen und durch die abfallenden Bohrspäne an ihrer Bewegung nicht gehindert werden, wie dies namentlich bei den meisten schlitzartig geführten Backen geschieht.

Ein anderes Spannfutter ist an C. Croissant und P. P. Huré in Paris (* D. R. P. Nr. 16497 vom 18. Mai 1881) patentirt. Dasselbe kennzeichnet sich durch concentrische Kluppen, welche in convergirenden Bohrungen von demselben Querschnitt eingesetzt werden. Die Bohrungen befinden sich im Futter und haben einen Schraubengang, welcher mit einer kegelförmigen, im Futter selbst angebrachten Mutter in Gegenwirkung steht. Dreht man diese kegelförmige Mutter nach der einen Seite, so treten die Kluppen hervor und die Entfernung der festhaltenden Theile vermindert sich in entsprechendem Verhaltniſs. Ein umgekehrtes Drehen der Mutter vergröſsert die Entfernung.

Das Futter selbst ist auf die Weite des gröſsten Durchmessers der einzuspannenden Gegenstände ausgebohrt. Sämmtliche wirkende Theile sind verdeckt und vor Staub, Spänen, Hammerschlag u. dgl. geschützt. Die aus einem Stück gearbeiteten Kluppen stehen direct unter Einwirkung der Schraubenmutter und übertragen deren Bewegung direct auf das Arbeitstück. Die convergirenden Zapfenlöcher der Kluppen schwächen das Futter nicht. Für besondere, vorsichtig zu bearbeitende Gegenstände füttert man die Kluppen mit Kupferblech o. dgl.

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