Titel: Brachet's selbstthätige Wage.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1882, Band 244/Miszelle 6 (S. 253–254)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj244/mi244mi03_6

Brachet's selbstthätige Wage.

Bei der selbstthätigen Wage von G. Brachet in Périgueux, Frankreich (* D. R. P. Kl. 42 Nr. 14860 vom 30. Januar 1881) bewirkt der sinkende Wagebalken mittels eines Quecksilbercontactes den Schluſs eines elektrischen Stromes, worauf der Anker eines Elektromagnetes einen federnden Hebel auslöst, welcher einerseits die Zuführungsvorrichtung für das zu wägende Material arretirt, andererseits das Oeffnen der Bodenklappe des Wagegefäſses veranlaſst. |254| Die Zuführung des Wagegutes erfolgt abweichend von anderen ähnlichen Vorrichtungen in der Weise, daſs das in einem Rumpf aufgegebene Material über eine geriffelte Zuführwalze in den Trog einer wagrechten Transportschnecke gelangt, durch welche es bis zu der über dem Wagegefäſs liegenden Oeffnung des Troges geschafft wird. Der Antrieb der Transportschnecke und Zuführwalze erfolgt durch Reibungsscheiben; es kann sich deshalb die Antriebscheibe weiter drehen, wenn Schnecke und Walze durch das Einfallen des frei gemachten Sperrhebels in ein Sperrrad festgehalten werden. Diese Art der Unterbrechung der Zuführung des Wagegutes ist jedenfalls viel unzuverlässiger als die sonst meist übliche Anwendung einer sich zwischen Wagegefäſs und Füllgosse schiebenden Absperrklappe. Jedenfalls wird hierdurch die Steigerung der Genauigkeit des Wagens, welche die elektrische Auslösung ermöglicht, vollständig preisgegeben. Zu der Umständlichkeit, welche mit der Anwendung der Elektricität zusammenhängt, kommt überdies noch der Miſsstand, daſs das Aufziehen der Wage nach jeder Entleerung des Wagegefäſses nicht selbstthätig erfolgt, sondern durch einen Arbeiter bewerkstelligt werden muſs. Die Wage wird deshalb wohl kaum gröſsere Verbreitung finden.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Orte
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: