Titel: Entbindung von freiem Stickstoff bei der Fäulniſs.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1882, Band 244/Miszelle 10 (S. 412)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj244/mi244mi05_10

Entbindung von freiem Stickstoff bei der Fäulniſs.

Nach B. E. Dietzel (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1882 S. 551) bilden sich bei der Fäulniſs eines Gemisches von Blut und Kuhharn primäre Amine, Leucin und freie Salpetrigsäure. Letztere wird wohl vorwiegend durch die bei der Fäulniſs gebildeten Fettsäuren aus den Nitriten frei gemacht. Calciumnitrit wird auch durch Kohlensäure zerlegt; doch wird in Gegenwart von gelöstem Calciumcarbonat keine Salpetrigsäure frei. Salpetrigsäure gibt nun mit Leucin und primären Aminen freien Stickstoff. Zur Vermeidung des beträchtlichen Stickstoffverlustes bei der Fäulniſs dürfte es sich daher empfehlen, organische, Stickstoff haltige Düngemittel, wie getrocknetes Blut, Knochenmehl, Fischguano u. dgl., vor ihrer Verwendung in den Behältern, in welchen die flüssigen Excremente der Hausthiere aufgesammelt werden, unter Zusatz einer gehörigen Menge von Kalk bis zum Verschwinden der Salpetrigsäure faulen zu lassen.

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