Titel: Elektrische Bahn zwischen Charlottenburg-Pferdebahnhof und Spandauer Bock.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1882, Band 244/Miszelle 2 (S. 462)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj244/mi244mi06_2

Elektrische Bahn zwischen Charlottenburg-Pferdebahnhof und Spandauer Bock.

Siemens und Halske haben diese bisher mit Pferden betriebene Bahn der Berlin-Charlottenburger Pferdebahngesellschaft für elektrischen Betrieb eingerichtet und diese am 1. Mai 1882 eröffnet. Der elektrische Betrieb bot hier, wie die Elektrotechnische Zeitschrift, 1882 S. 208 mittheilt, weit gröſsere Schwierigkeiten als bei den bisher ansgeführten, namentlich der Lichtenfelder Bahn, theils weil die Spandauer-Bock-Bahn eine bedeutende Steigung enthält, theils weil die gewöhnlichen Annahmen in Bezug auf Kraftverbrauch auf diesen Fall, bei welchem man es mit stark abgenutzten Pferdebahnschienen zu thun hatte, nicht paſsten. Die Bahn ist 2km,3 lang, die Steigung (1 : 30 bis 1 : 28) etwa 0km,6; die Steigung liegt am Anfange der Bahn zwischen Pferdebahnhof und Westend, das Maschinenhaus ist nicht weit entfernt von dem Ende derselben. Es fahren stets zwei Wagen gleichzeitig in entgegengesetzter Richtung; die Geschwindigkeit bei voll besetztem Wagen beträgt 9 bis 11km in der Stunde auf der Steigung, 18 bis 20km auf der ebenen Strecke. Die Stromzuleitung geschieht nicht durch die Schienen, sondern durch einen auf zwei oberirdischen, im Abstande von 22cm neben einander ausgespannten isolirten Leitungen rollenden Contactwagen. (Vgl. 1880 236 * 386. 1881 241 * 368. 1882 243 265.)

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