Titel: Zur Bestimmung von Eisen, Aluminium und Chrom.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1882, Band 244/Miszelle 7 (S. 464)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj244/mi244mi06_7

Zur Bestimmung von Eisen, Aluminium und Chrom.

Versetzt man nach B. Reinitzer (Monatshefte für Chemie, 1882 S. 249) eine Chromsulfat- oder Chromchloridlösung mit einem Ueberschuſs von essigsaurem Natrium und kocht, so bildet sich kein Niederschlag und die Flüssigkeit nimmt beim Abkühlen eine violette Farbe an. Aetzende Alkalien, Ammon, Schwefel ammonium, kohlensaure Alkalien geben in dieser Lösung keine Trübung; erst beim Kochen entstehen Niederschläge. In Lösungen von essigsaurem Eisen oder Aluminium, welche mit dieser Chromlösung versetzt sind, kann weder durch Erhitzen zum Sieden, noch durch Aetzalkalien Eisen oder Aluminium gefällt werden. Nur durch Schwefelammonium erfolgt langsame, aber vollständige Fällung des Eisens als Schwefeleisen. Die Thonerde wird in der Kälte durch gar kein Reagens sogleich gefällt. Eine gewisse Chrommenge vermag nur eine gewisse Eisen- und Thonerdemenge vor der Fällung zu bewahren und zwar, was besonders bemerkenswerth ist, eine gröſsere Eisen- und Thonerdemenge nur dann, wenn die Chromlösung noch vor dem Zusatz der Eisen- oder Thonerdelösung mit dem essigsauren Natrium gekocht worden ist. Das auf Ausfällung des Eisens und der Thonerde in Form von basischen Acetaten beruhende Trennungsverfahren ist demnach bei Gegenwart von Chromoxyd salzen unbrauchbar.

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