Titel: Herstellung von braunem und weiſsem Holzstoff.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1882, Band 245/Miszelle 6 (S. 520)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj245/mi245mi12_6

Herstellung von braunem und weiſsem Holzstoff.

Während brauner Holzstoff aus gedämpftem Holz unter Anwendung von Schleifapparaten mit verhältniſsmäſsig groſsem Kraftaufwand hergestellt wird, verfahren Ed. Rasch in Hudiksvall, Schweden, und Ernst Kirchner in Aschaffenburg (D. R. P. Kl. 55 Nr. 18447 vom 26. August 1881) in folgender Weise: Nach dem wie früher stattfindenden Dämpfen der Holzklötze werden letztere auf einer Holzhackmaschine in saubohnengroſse Stückchen zerkleinert, dann auf Kollergängen zerquetscht oder vorzerfasert und schlieſslich auf einem Centrifugalholländer fertig zerfasert.

Das so erhaltene Fabrikat soll für Pappen und grobe Packpapiersorten direkt verwendbar sein; für bessere Sorten kann man dasselbe auf bekannten Apparaten sortiren.

Als Vortheile dieses Verfahrens werden angegeben, daſs an Betriebskraft gespart und die Faser des Holzes länger, aufgeschlossener und geschmeidiger erhalten wird als bei den älteren Verfahren, wo das Schleifen die hauptsächlichste mechanische Operation ist.

Das gleiche Verfahren soll auch zur Herstellung von weißem Stoff direkt aus Holz verwendbar sein. (Vgl. D. R. P. Kl. 55 Zusatz Nr. 19192 vom 13. Januar 1882.)

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