Titel: Th. H. Ward's Dampfpumpe.
Autor: Ward, Th. H.
Fundstelle: 1883, Band 247 (S. 112–113)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj247/ar247046

Th. H. Ward's Dampfpumpe.

Mit Abbildungen auf Tafel 10.

Bei der Dampfpumpe von Th. H. Ward in Tipton, Staffordshire, England (* D. R. R Kl. 59 Nr. 19037 vom 22. Oktober 1881) wird die Steuerung des Dampfcylinders durch den Dampfkolben in der Weise bewirkt, daſs derselbe bei seinem Hin- und Hergange zwei in der Cylinderwandung gelagerte Backen D (Fig. 16 Taf. 10) abwechselnd radial verschiebt. Die Backen sind an beiden Enden abgeschrägt und lehnen sich oben an die ebenfalls abgeschrägten Enden der Dampfschieberstange c an. Sie werden durch in Aussparungen eingreifende Stifte d in ihren Sitzen gehalten. Die Wirkung dieser Einrichtung ist aus der Zeichnung ersichtlich.

Die Dampfkolbenliderung besteht aus einem oder mehreren Sprengringen F (Fig. 17) von dreieckigem Querschnitt, welche in Ausdrehungen des Kolbens B liegen, deren ebenfalls dreieckiger Querschnitt gröſser ist als der der Sprengringe. In Folge dessen legt sich eine Kante des Sprengringes auch bei eintretendem Verschleiſs immer gegen die Cylinderwandung E an, da der Punkt y des Sprengringes der Bewegung des Kolbens folgen muſs, die vorderste Kante des Sprengringes dagegen durch die Reibung um eine dem Verschleiſs entsprechende Entfernung |113| hinter dem Punkt y zurückbleibt. Die Federkraft des Sprengringes wird hiernach bei der Dichtung nur wenig in Anspruch genommen.

Um eine einseitige Lockerung der Stopfbüchsenpackungen zu vermeiden, bestehen die einander zugekehrten Deckel des Dampf- und des Pumpencylinders aus einem Gruſsstück. Auf das in den Büchsen f liegende Packungsmaterial werden Metallringe g gelegt, welche an zwei diametral einander gegenüber stehenden Stellen schwalbenschwanzförmige Aussparungen besitzen. In letztere legt man je 2 Schraubenbolzen mit Rechts- und Linksgewinde und gemeinschaftlicher Mutter k. Durch Drehen der letzteren werden beide Stopfbüchsen gleichmäſsig angezogen.

Die Ventilkammer bildet mit dem Pumpencylinder ein Guſsstück, gestattet aber dadurch eine leichte Herausnahme der Plungerventile, daſs sie an beiden Enden durch Deckel n verschlossen wird, welche durch eine der Länge nach durch die Ventilkammer gehende Ankerstange o gegen einander gezogen werden. Auf letzterer sind durch Rohrstücke die Bunde p befestigt, welche einerseits als Anschläge für die Schluſsstellung der Ventile, andererseits als Widerlager für die Federn dienen, welche die Ventile halten. Auf den Rohrenden gleiten die Saugventile 1 und die Druckventile K, deren Sitze durch die in der Ventilkammer ausgedrehten Ringe m gebildet werden.

Bei einer anderen in der Patentschrift dargestellten Construction können nicht allein die Ventile, sondern auch die Sitze aus der Ventilkammer herausgenommen werden. In diesem Falle bestehen die Ventilsitze aus Cylindern, welche gegen die durchweg ausgebohrte Kammerwandung gelidert sind und mittels 4 Arme an einer auf der Ankerstange aufgeschraubten Mutter befestigt werden. Die Muttern dienen den die einfachen Sitzventile auf ihre Sitze drückenden Federn als Widerlager.

S–n.

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