Titel: E. Brauer's Bremsdynamometer.
Autor: Brauer, E.
Fundstelle: 1883, Band 247 (S. 200–201)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj247/ar247074

Bremsdynamometer von E. Brauer in Berlin.

Mit Abbildung.

Das Bremsband des in seiner Wirkungsweise dem Prony'schen Zaum übereinstimmenden Apparates von Ernst Brauer in Berlin (* D. R. P. Kl. 42 Nr. 19309 vom 2. März 1882) ist mit dem einen Ende an demjenigen |201| Punkte A eines Hebels befestigt, welcher zugleich die Befestigungsstelle für das angehängte Bremsgewicht bildet; das andere Ende ist in geringer Entfernung angeknüpft, während ein dritter Punkt (Tangentialpunkt) des Bandes mit dem Hebel bei B durch eine Feder und einen Flaschenzug in Verbindung gesetzt ist. Das freie Ende des Flaschenzugseiles kann entweder in die Hand genommen, oder zunächst über eine feste Rolle in solcher Richtung geführt werden, daſs die Verlängerung des Seilendes durch die Achse des Bremsrades lauft. Durch die selbstthätige Regulirungsvorrichtung erreicht man den Vortheil, daſs das Spiel des Bandes nebst Gewicht ohne Veränderung des Belastungsmomentes ruhig und, auf einen sehr kleinen Schwingungsbogen beschränkt, geschehen kann.

Textabbildung Bd. 247, S. 201

Wird nämlich bei zu groſser Reibung das Bremsgewicht über die mittlere Lage gehoben, so erfährt die nach dem Fundament (oder Gewicht) führende Schnur eine Spannung, welche der Feder entgegen wirkt, und es erfolgt bei der groſsen Hebelübersetzung eine entsprechende Verminderung der Spannung des Bremsbandes. Die Spannung der nach dem Fundament führenden Schnur entzieht sich allerdings der Berechnung; doch hat sie sich nach Versuchen als nur einige Tausendstel gegenüber dem Bremsgewicht ergeben, so daſs sie ganz vernachlässigt werden kann. Zur Sicherheit ist das Bremsband an seinem untersten Punkte mittels zweier Bänder oder Ketten am Fundament o. dgl. befestigt. Es wird hierdurch das freie Spiel des Bandes zwar auf einen verhältniſsmäſsig kleinen Bogen eingeschränkt, ohne jedoch durch Gewicht oder Spannung dieser Stränge den Gleichgewichtszustand innerhalb dieses Bogens zu beeinflussen.

Schg.

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