Titel: Gust. Fischer's Sicherheits-Weckeruhr.
Autor: Fischer, Gust.
Fundstelle: 1883, Band 247 (S. 326)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj247/ar247128

Gust. Fischer's Sicherheits-Weckeruhr.

Mit Abbildung auf Tafel 27.

Das von Gust. Fischer in Greiz im Voigtland (* D. R. P. Kl. 83 Nr. 20544 vom 5. März 1882) construirte Weckerwerk kann sowohl zum Wecken für bestimmte Zeitpunkte von Hand eingestellt werden, als auch zum Signalisiren des Oeffnens von Thüren und Fenstern, also zur Sicherheit gegen Einbruch dienen. Hierbei arbeiten die für beide Zwecke anzubringenden Vorrichtungen ganz unabhängig von einander.

Für den letzt erwähnten Gebrauch zur Sicherheit wird in den Thürflügel ein Haken s (Fig. 12 Taf. 27) eingeschraubt und durch eine in 3 Rollen geführte Schnur mit einem Bolzen m (Fig. 11) des Weckerwerkes verbunden. Findet demnach ein Oeffnen der Thür statt, so genügt die Reibung der Schnur an den Rollen, um die Spannkraft der Feder o zu überwinden und dem Bolzen e die Unterstützung zu nehmen, so daſs derselbe der Wirkung einer Spiralfeder i freigegeben wird, welche denselben nach unten drückt, zugleich aber dessen Drehung in Folge einer angebrachten, mit Lochung für den Führungsstift l versehenen Platte k verhindert. Beim Aufdrücken des Stiftes e am Knopfe f kann dessen Hakentheil also stets wieder über den Bolzen m gelangen, welchen er dabei mit seinem abgeschrägten Ende vorübergehend bei Seite schiebt. Der niedergehende Stift zieht aber auch wegen seiner Verbindung den einen Arm des Hebels b und andererseits den mit letzterem verbundenen Hebel v aufwärts, so daſs der an v sitzende Stift w, welcher durch die Gehäuse wand der Uhr hindurch reicht und die Sperrung des Glockenhammers hält, das Werk nach oben auslöst und den Alarmruf so lange ertönen läſst, bis der Knopf f von Hand wieder angedrückt wird.

Zum Abstellen des Weckers an der Uhr dient die im Winkel gebogene Stange y mit dem Handknopf z; derselbe wird in der angeschraubten Gabel a geführt und von einer bremsend wirkenden Vorreibefeder e1 in jeder Stellung festgehalten. Um den Wecker für seinen Dienst bereit zu halten, ihn also einzustellen, ist es nur nöthig, die Stange y herabzuziehen und somit den Hebel v mit seinem Eigengewicht auf der Scheibe f1 liegen zu lassen. Sobald nun der Einschnitt dieser sich mit dem Stundenrad drehenden Scheibe unter den seitlichen Arm jenes Hebels v gelangt, fällt der letztere nieder und löst mittels des Stiftes w die Sperrung des Weckerwerkes nach unten aus.

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