Titel: Zur Herstellung von Anstrichen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 247/Miszelle 10 (S. 96)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj247/mi247mi02_11

Zur Herstellung von Anstrichen.

Die wasserdichte Anstrichmasse von G. Gehring in Landshut (D. R. P. Kl. 22 Nr. 19298 vom 25. November 1881) wird hergestellt durch Zusammenschmelzen von 60 Th. Paraffin, 15 Th. Wachs und 30 Th. palmitinsaurer Thonerde, letztere erhalten durch Fällen einer Lösung von Palmölseife mit Alaun. Die zu bestreichenden Steine, Metalle, Holz u. dgl. werden auf 60 bis 90° erwärmt und dann mit der geschmolzenen Masse bestrichen. Für Faserstoffe wird ein Gemisch verwendet von 60 Th. Paraffin, 20 Th. Aluminiumpalmitat und 10 bis 15 Th. gelbem Wachs in Leinölfirniſs gelöst, welcher mit 6 bis 15 Th. Terpentinöl versetzt wird.

Zur Herstellung eines Rostschutzanstriches wird nach A. Riegelmann in Hanau (D. R. P. Kl. 22 Nr. 19642 vom 10. Februar 1882) die gewöhnliche Leinölfarbe mit 10 Proc. gebrannter Magnesia, Baryt oder Strontian, sowie mit Mineralöl versetzt. Dadurch soll die freie Säure der Farbe neutralisirt und in Folge der alkalischen Reaction das Eisen vor Rost geschützt werden. Um Eisen in der Erde rostfrei zu erhalten, wird es mit einem Gemisch von 100 Th. Fichtenharz, 25 Th. Guttapercha, 50 Th. Paraffin und 20 Th. Magnesia nebst Mineralöl bestrichen. Dem 20 bis 30 Proc. Magnesia oder gebrannten Dolomit enthaltenden Anstrich für Maschinentheile wird, damit derselbe nicht eintrockne, Vaseline zugesetzt.

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