Titel: Connell's Schreibfeder-Füllvorrichtung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 247/Miszelle 1 (S. 93)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj247/mi247mi02_2

Connell's Schreibfeder-Füllvorrichtung.

Jede gewöhnliche Schreibfeder läſst sich zu einer Füllfeder, d.h. zu einer Feder mit gröſserer Tintenfüllung machen, wenn man an derselben die nach der Papierzeitung, 1882 S. 160 hier abgebildete, an J. H. Connell in Charlestown, Virginia (Nordamerikanisches Patent Nr. 231403) patentirte einfache Vorrichtung anbringt.

Textabbildung Bd. 247, S. 93

Dieselbe besteht aus einem Schieber, welcher aus einem Stück Messingblech hergestellt ist und durch eine Klammer E auf der Feder so gehalten wird, daſs der mit der Klammer durch den Steg D verbundene Theil A unter der Feder liegt. Zwischen diesem Theil A und der Feder sammelt sich beim Eintauchen der letzteren eine gröſsere Tintenmenge an, welche beim Schreiben allmählich verbraucht wird und zwar um so rascher, je weiter der Schieber gegen die Spitze der Feder geschoben ist. Der an A angebogene Lappen a liegt oben auf der Feder auf und dient dazu, eine weiche Feder etwas „härter“ zu machen; man braucht ihn zu diesem Zweck nur vor dem Aufstecken des Schiebers etwas nieder zu biegen. Die zwischen den Theilen A und a befindliche Oeffnung, durch welche die Federspitze tritt, ist so groſs, daſs die Elasticität der Feder nicht durch den Schieber beeinträchtigt werden kann. (Einfacher noch als dieser Schieber ist eine zweite Feder, deren Spitze abgeschnitten wird. Man verwendet hierzu eine alte ausgeschriebene Stahlfeder und steckt dieselbe über die frische Feder in den Halter. Nach diesem Principe sind verschiedene Federn ausgeführt worden, welche bei reichhaltiger Tintenfüllung das Kleksen verhüten sollen. Eine Reihe deutscher Patente bezieht sich auf eine andere Klasse von Federhaltern mit Tintenfüllung, deren Gebrauch jedoch in den meisten Fällen reine Liebhaberei ist. Z.)

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