Titel: Ueber die Reduction der Molybdänverbindungen und Verwendung derselben zur Titration der Phosphorsäure.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 247/Miszelle 15 (S. 188)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj247/mi247mi04_15

Ueber die Reduction der Molybdänverbindungen und Verwendung derselben zur Titration der Phosphorsäure.

Nach O. v. d. Pfordten (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1882 S. 1925) ist die Reduction der Molybdänsäure mit Zink und 27procentiger Salzsäure leicht auszuführen. Hat die Lösung eine gelbe Farbe angenommen, so kühlt man das Kölbchen ab, bevor alles Zink verbraucht ist und spült seinen Inhalt in eine Porzellanschale, in der sich Wasser, verdünnte Schwefelsäure und Manganosulfatlösung (vgl. Zimmermann 1881 240 326. 242 391) befinden. Man läſst sofort aus einer Pipette eine gröſsere Anzahl Cubikcentimeter Permanganat zuflieſsen und titrirt unter Umrühren bis zum Eintritt einer rosa Färbung.

Zur maſsanalytischen Bestimmung der Phosphorsäure wäscht man den auf bekannte Weise erhaltenen, von beigemengter Molybdänsäure freien Niederschlag von phosphormolybdänsaurem Ammonium mit einer nahezu gesättigten Lösung von Ammoniumsulfat aus, löst ihn in Ammoniak, verdünnt auf ein bestimmtes Volumen und verwendet von dieser Lösung so viel Cubikcentimeter zur Reduction, daſs darin höchstens 0g,3 MoO3 enthalten sind. Alsdann reducirt man mit Zink und Salzsäure auf die angegebene Weise. Aus der zur Oxydation verbrauchten Anzahl Cubikcentimeter Permanganat berechnet sich zunächst die vorhandene Molybdänsäure und weiterhin die Phosphorsäure. 1cc Permanganatlösung entsprach 0,0007585 Sauerstoff = 0,004551 MoO3 = 0,0001869 P2O5.

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