Titel: E. Gold's Heizung für Eisenbahnwagen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 247/Miszelle 4 (S. 183)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj247/mi247mi04_4

E. Gold's Heizung für Eisenbahnwagen.

E. Gold in New-York hat eine Heizung hauptsächlich für Oberbahnwagen mit stellbaren Sitzen erfunden, bei welcher die Wärmeabgabe bei jedem Sitz regulirt werden kann und zugleich eine Ventilation des Wagens erreicht wird. Frischer Kesseldampf oder der Abdampf der Maschine wird in Röhren an den Wagenseiten entlang geführt; von diesen Hauptröhren zweigen sich andere ab, welche in Form eines „U“ unter jeden Sitz in einen cylindrischen luft- und dampfdichten Behälter führen, welcher mit einer nicht gefrierenden Flüssigkeit, wie Glycerin, Soole u. dgl., gefüllt ist. Diese Cylinder dienen als Wärmeaccumulatoren und Wärmeausstrahler. Die Regulirung kann vom Reisenden durch zwei Ventile erfolgen, welche an den Schenkeln der U-Röhren befindlich sind. Die Ventilation geschieht durch vertikale Abzugskanäle, welche dicht am Fuſsboden münden und über das Dach reichen und die durch senkrechte Abzweigröhren von der Hauptdampfröhre aus angewärmt werden.

In Folge Anwendung von Wärmeaccumulatoren ist es nicht nöthig, stets Dampf zu haben, da die Heizkörper längere Zeit die Wärme halten und langsam abgeben, wenn die Maschine mehr Dampf zur Fortbewegung des Zuges braucht und deshalb der Dampf nach den Hauptröhren abgesperrt wird. Auch kann der Dampf, welcher gewöhnlich auf den Stationen durch Abblasen verloren geht, benutzt werden, um die Heizkörper anzuwärmen, und so kann diese Art der Heizung zu Kohlenersparnissen führen.

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