Titel: Tragbare telephonische Apparate.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 247/Miszelle 7 (S. 184–185)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj247/mi247mi04_7

Tragbare telephonische Apparate.

In vielen Fällen sind tragbare telegraphische Apparate überhaupt gewiſs von groſsem Vortheil und besonders wegen ihrer Leichtigkeit sind Telephone für solche Zwecke schon von vielen Seiten, namentlich auch für militärische und für Eisenbahn-Zwecke, empfohlen und versucht worden. Unter * D. R. P. Kl. 21 Nr. 19761 vom 7. Juli 1881 sind nun an Ch. J. Wollaston in London Neuerungen an tragbaren telephonischen Apparaten patentirt worden. In den 5 Abtheilungen eines tragbaren Gehäuses sind untergebracht: eine Batterie, ein Mikrophon, ein Inductor, ein Empfangstelephon mit 2 Hörröhren, eine elektrische Signalglocke, ein Umschalthebel und eine Taste. In der einen Stellung des Umschalthebels wird die Signalglocke eingeschaltet und gleichzeitig sowohl das Mikrophon, als auch das Telephon ausgeschaltet; in der anderen Stellung |185| dieses Hebels findet das umgekehrte statt. Dieser tragbare Apparat wird durch eine Leitung mit einem entfernten zweiten Apparat (beispielsweise im Helme eines Tauchers) verbunden. So lange dabei der Stöpsel in einem 2schienigen Umschalter herausgezogen ist, liegt beim Telephoniren im Stromkreise der beim ersten Apparate befindlichen Batterie nicht bloſs das Mikrophon des ersten Apparates, sondern auch das des zweiten entfernten Apparates. Solange dagegen vom ersten Apparate aus gesprochen wird, soll in dem Umschalter der Stöpsel eingesteckt werden, wodurch eine kürzere Nebenschlieſsung zu dem Mikrophone des zweiten Apparates hergestellt wird.

Was eigentlich an der ganzen Anordnung Neues ist, läſst sich kaum herausfinden. Wir glauben aber, es wird für die meisten hier in Frage kommenden Fälle entschieden vorzuziehen sein, daſs man auf die Mitführung des Mikrophons, des Inductors, der Batterie und der Signalglocke verzichtet und lieber bloſs Magnettelephone benutzt, welche man nach Bedarf wohl mit einer Rufpfeife versehen kann. Ganz besonders dürfte die angedeutete Unterbringung eines Mikrophons im Taucherhelm schwerlich zu empfehlen sein. Schaltungen aber, welche durch Hinzufügung noch eines Leitungsdrahtes für dieses letztere Mikrophon die Batterie beim anderen Mikrophon benutzbar machen (was als ein höchst wesentlicher Theil der Erfindung bezeichnet wird und worauf ein besonderer Patentanspruch gestellt ist), sind längst bekannt.

E–e.

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