Titel: Torf als Verbandmittel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 247/Miszelle 5 (S. 226)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj247/mi247mi05_5

Torf als Verbandmittel.

Durch die günstige Wirkung, welche aufgelegter Torfbrei auf die Armbruchwunde eines Torfarbeiters zeigte, indem unter der schwarzen Borke die Wunde ohne Eiterbildung heilte, aufmerksam geworden, hat Neuber Versuche mit den Abfällen von leichtem, weiſsem Torf, sogen. Moostorf, zum Wundverband ausgeführt. Er empfiehlt nun auf Grund der gemachten Erfahrungen diesen Torfmull als billiges Verbandmittel, welches sich durch groſse Aufsaugungsfähigkeit auszeichnen soll. (Vgl. Archiv für klinische Chirurgie, 1882 Bd. 27 S. 776.)

W. H. Mielck hebt in der Berliner klinischen Wochenschrift, 1882 Nr. 38 dagegen hervor, daſs nur die schwarze Torferde fäulniſswidrige Eigenschaften habe und daſs die Aufsaugungsfähigkeit des Torfmooses (Sphagnum) gröſser sei als die des Moostorfes. Er empfiehlt daher, das Torfmoos durch einen Dampfstrom zu reinigen, vorsichtig zu trocknen und dann als Verbandstoff zu verwenden.

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