Titel: Eisenbahnsystem von J. R. Cox in Auburn, N. Y.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 247/Miszelle 3 (S. 265)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj247/mi247mi06_3

Eisenbahnsystem von J. R. Cox in Auburn, N. Y.

Zu welchen ergötzlichen Ausgeburten der Erfindungsdrang bisweilen führt, ist durch das im Scientific American, Bd. 43 S. 70 veröffentlichte, in Nordamerika im J. 1880 patentirte „verbesserte Eisenbahnsystem“ recht drastisch dargestellt. J. R. Cox in Auburn, N. Y. (Nordamerika) beanstandet bei den gegenwärtigen Eisenbahnen am allermeisten das Schlagen und Rasseln der Räder und die von den Rädern auf den Oberbau ausgeübten Stöſse. Besonders schlimm scheint ihm dies bei den New-Yorker Hochbahnen zu sein; was also einfacher, als die Räder, die Ursache alles dieses Unheiles, abschaffen! Statt ihrer erhält der Wagen die nachstehend veranschaulichten Schleifplatten, welche auf einer entsprechend geformten Schiene laufen, „einen eigenen Vorrathsbehälter für Schmiermaterial enthalten und, wenn nur die stählernen Schleifschienen glatt bearbeitet und polirt sind, bei entsprechender Schmierung weniger Zugkraft benöthigen, als dies bei den jetzigen mit Rädern versehenen Wagen der Fall ist.“ Daſs der Erfinder an Alles gedacht hat, sieht man noch daraus, daſs er die Spurrolle der „Wagen-Schlittschuhe“ in der Mitte ausbauchte, um das Bewahren von Curven zu ermöglichen.

Fig. 1., Bd. 247, S. 265
Fig. 2., Bd. 247, S. 265

Neben der in Fig. 1 dargestellten Schleifschiene sieht man auch noch die alte „Räderschiene“; dies kommt daher, daſs Cox vor der Idee einer mit solchen Schlittschuhen arbeitenden Maschine zurückscheute und darum vorläufig noch „die Räderlocomotive, welche ohnedies am wenigsten Lärm macht“, beibehalten will.

M.

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