Titel: Herstellung rother und brauner Farbstoffe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 247/Miszelle 9 (S. 268)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj247/mi247mi06_9

Herstellung rother und brauner Farbstoffe.

Zur Herstellung eines rothen Farbstoffes aus α-Diazonaphtalinmonosulfosäure und der α-Monosulfosäure des β-Naphtols werden nach Angabe der Farbenfabriken vormals F. Bayer und Comp. in Elberfeld (D. R. P. Kl. 12 Nr. 20402 vom 30. März 1882) 22k,3 α-Naphtylaminmonosulfosäure in 500l Wasser und 25k Salzsäure suspendirt und durch allmählichen Zusatz von 7k Natriumnitrit in die α-Diazonaphtalinmonosulfosäure übergeführt. Nach mehrstündigem Stehen läſst man die Flüssigkeit in eine bis zum Schluſs schwach alkalisch zu haltende Lösung von 50k α-monosulfosaurem, aus Spiritus krystallisirtem Natronsalz des β-Naphtols in 200l Wasser einlaufen. Es bildet sich sofort eine tiefrothe Farblösung, aus welcher durch Salz der Farbstoff gefällt wird; derselbe wird durch wiederholtes Umlösen und Aussalzen gereinigt. Der so erhaltene Farbstoff färbt Wolle und Seide echt scharlachroth.

Zur Herstellung brauner Farbstoffe (D. R. P. Nr. 20000 vom 21. März 1882) werden 50k amidoazobenzolsulfosaures Natron in 1000l Wasser gelöst und durch Zusatz von 50k Salzsäure und 10k salpetrigsaurem Natron diazotirt. Die entstandene Diazoazobenzolsulfosäure gieſst man nach längerem Stehen in eine Lösung von 21k Naphtylamin (α oder β) und 50k Salzsäure in 1000l Wasser ein. Der sich sofort niederschlagende braune Farbstoff wird auf Filtern gesammelt, in das Ammoniak- oder Natronsalz übergeführt und getrocknet.

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