Titel: Schweizer Kunstofen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 247/Miszelle 3 (S. 308–309)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj247/mi247mi07_3

Schweizer Kunstofen.

Unter diesem Namen ist in der nördlichen Schweiz seit alten Zeiten eine Lokalheizungseinrichtung sehr verbreitet, welche J. Unger in der Wochenschrift des österreichischen Ingenieur- und Architektenvereins, 1883 * S. 12 warm empfiehlt. Dieser Ofen dient dazu, die bei der Herdfeuerung der Küche frei werdende Wärme noch für das angrenzende Wohnzimmer auszunutzen. Ein niedriger |309| Kachelofen ist durch je einen Kanal mit dem Herd und mit dem Kamin verbunden; Ofen und Herd sind durch die Zimmerwand getrennt. Durch entsprechende Stellung der in den Kanälen befindlichen Schieber werden in der kälteren Jahreszeit die heiſsen Gase aus der Herdfeuerung gezwungen, den „Kunstofen“ zu durchziehen, ehe sie nach dem Kamin gelangen. Die dadurch entstehende Erwärmung des Ofens genügt im Herbst, um die Zimmertemperatur auf Gesundheits zuträglicher Höhe zu erhalten; im Winter reicht diese Erwärmung natürlich nicht aus und werden dann noch gewöhnliche Oefen verwendet.

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