Titel: Ueber Reisverarbeitung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 247/Miszelle 6 (S. 349–350)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj247/mi247mi08_6

Ueber Reisverarbeitung.

Der hohe Preis und schwankende Stärkegehalt des amerikanischen Mais veranlaſste W. Schmidt (Zeitschrift für Spiritusindustrie, 1882 S. 229) die Verwendung von Reis für Spiritusfabrikation zu versuchen. 15 Proben von ungeschältem ostindischem Reis hatten folgenden Stärkegehalt und kosteten 100k derselben frei Seeplatz:

|350|
Reis Proc. Stärke 100k kosteten
Necransie 67,15 in Kopenhagen 17,44 M.
Siam 68,00 Uddewalla 12,00
Madras 68,37 Bremen 15,16
69,47 Kopenhagen 17,84
69,72 Hamburg 18,50
Siam 70,86 Kopenhagen 17,00
Arakau 71,15 17,00
Madras 72,04 Hamburg 19,00
72,57 Kopenhagen 17,44
Arakau 72,98 21,56
Moulmein 73,47 Hamburg 17,10
Arakau 76,04 Kopenhagen 21,80
76,04 20,56
Rangoon 77,42 Hamburg 16,50
79,30 17,10

Es wurden nun täglich 2000k Siam-Reis mit 68 Proc. Stärke in 4 Maischungen mittels Henze'schen Dämpfers und Ellenberger's Apparat verarbeitet. Während eines 5monatlichen Betriebes betrug die Ausbeute von 100k ungeschältem Reis 3470 Literprocent, somit für 1k Stärke 51 Literprocent. Geruch und Geschmack des erhaltenen Reisbranntweins waren reiner und feiner als Kartoffel- und Maisspiritus.

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