Titel: Ueber Milchkühlung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 247/Miszelle 7 (S. 394)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj247/mi247mi09_7

Ueber Milchkühlung.

Auf Grund längerer Versuche spricht sich D. Gäbel in der Milchzeitung, 1882 S. 177 dahin aus, daſs die Benutzung des Lawrence'schen Milchkühlers (vgl. 1876 222 * 489) für die Ausrahmung der Milch nicht vortheilhaft und daſs es viel besser sei, das etwa zur Verfügung stehende Kühlwasser direkt unter den Satten zu verwenden. In den Swartz'schen Gefäſsen die Milch nur mittels Wasser ohne Zuhilfenahme von Eis zu kühlen, dürfte wenig zweckentsprechend sein, es sei denn, daſs besonders reichlich und sehr kaltes Wasser zur Verfügung stände. Aber auch selbst unter diesen Verhältnissen dürften weniger hohe Gefäſse bessere Dienste thun, als es die Swartz'schen in gewöhnlicher Gröſse vermögen. Immerhin wird der Kühlung der Milch noch viel zu wenig Beachtung geschenkt und liegt hierin eine Hauptursache für die so vielfach auftretenden Butterfehler und schlechten Käse.

Ueber die beim Kühlen der Milch entstehenden Verluste hat W. Fleischmann (Daselbst S. 753) Versuche ausgeführt, welche ergaben, daſs der Volumenverlust nicht mehr als 1,26 Proc., der Gewichtsverlust bis 1 Proc. betrug, wenn man den Verlust durch etwaiges Verspritzen oder Vergieſsen nicht berücksichtigt.

Nach den Kühlversuchen von W. Schmöger (Daselbst S. 817) gab ein Röhrenkühler von C. Kuhne bessere Resultate als der Kühler von Lawrence (vgl. 1881 240 224).

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