Titel: Kapeller's Maximum- und Minimumthermometer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 247/Miszelle 3 (S. 433–434)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj247/mi247mi10_3

Kapeller's Maximum- und Minimumthermometer.

Die meisten bisher gebräuchlichen Maximum- und Minimumthermometer sind umständlich, nicht gut transportfähig, oder wie das Six-Casella'sche Thermometer theuer. Heinr. Kapeller in Wien (* D. R. P. Kl. 42 Nr. 21082 vom 22. April 1882) hat das letztere Instrument unter Beibehaltung des ursprünglichen Prinzipes wesentlich umgestaltet und vereinfacht. Dasselbe ist ein gewöhnliches Weingeist-Thermometer mit geradem Rohre, welches wie am unteren, so auch am oberen Ende eine Erweiterung besitzt; letztere füllt sich etwa bis zur Hälfte mit Weingeist. Der Weingeistfaden ist ungefähr in der Mitte durch einen kurzen Quecksilberpfropfen unterbrochen; indem dieser bei eintretender Temperaturänderung mit dem Weingeist nach oben oder unten wandert, schiebt er zwei über und unter dem Quecksilberpfropfen in das Thermometerrohr eingelassene und darin durch federnde Glasfäden mit Reibung bewegliche Marken vor sich her; dieselben werden von kleinen, in Glasröhrchen eingeschmolzenen Stahlkörpern gebildet.

Es ist klar, daſs jede Marke nur so lange verschoben wird, als das Quecksilber sie berührt, die obere also, so lange die Temperatur steigt, die untere umgekehrt, und es bleibt die Marke in ihrer zuletzt innegehabten Stellung zurück. Sollen die Marken für eine neue Beobachtung wieder eingestellt werden, so zieht man sie mit Hilfe eines Magnetes gegen den Quecksilberfaden. Zum |434| Ablesen der Temperaturen dienen zwei gewöhnliche Skalen von übereinstimmender und gleichgerichteter Theilung, welche nur um die Länge des Quecksilberfadens versetzt zu sein braucht.

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