Titel: Bleichen von Faserstoffen und Geweben ohne Anwendung von Chlor.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 247/Miszelle 15 (S. 476)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj247/mi247mi11_15

Bleichen von Faserstoffen und Geweben ohne Anwendung von Chlor.

P. Thomas in Elberfeld (D. R. P. Kl. 8 Nr. 20872 vom 22. Juli 1882) hat kürzlich ein combinirtes Bleichverfahren angegeben, welches bereits praktische Bedeutung erlangt hat und sich dabei durch die Anwendbarkeit bei den in der Textilindustrie meist vertretenen Faserstoffen auszeichnet. Das Verfahren ist folgendes: Die zu bleichenden Stoffe werden durch Auskochung in einer Lösung von Aetznatron vorbereitet, alsdann 15 bis 30 Minuten in eine warme Lösung von Kaliumpermanganat gebracht, welchem ein zweites Bad, wieder 15 bis 30 Minuten lang, in einer mit Schwefligsäure gesättigter Lösung von 1k Borax in 100l Wasser folgt.

In England sind in einer Fabrik in der Nahe von Bolton (Lancashire) eingehende Versuche über den praktischen Werth des Thomas'schen Verfahrens veranstaltet worden. Die Proben waren in Posten bis zu 10000k Baumwollgarn angestellt worden und hat sich der Prozeſs als ein einfacher, schneller und billiger erwiesen, welcher in kleinem Raum ausgeführt werden kann. Von Bedeutung erscheint das Verfahren für leinene Garne und Stoffe, schon in Rücksicht der kurzen Zeit, welche es beansprucht. Auch auf Baumwollgarnen in Kötzern, Baumwollabfällen und Jute wird ein Weiſs erzielt, welches durch andere Methoden schwer erreichbar ist, und Proben hiervon, die bereits 1 Jahr gelegen sind, zeigen keine Veränderung.

S.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Orte
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: