Titel: Verfahren zur Herstellung von künstlicher Guttapercha.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 247/Miszelle 7 (S. 474)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj247/mi247mi11_7

Verfahren zur Herstellung von künstlicher Guttapercha.

Nach M. Zingler in London (D. R. P. Kl. 39 Nr. 20939 vom 15. April 1882) werden etwa 50k Copal und 7,5 bis 15k Schwefelpulver in einem mit Rührwerk versehenen Kessel unter Zusatz der doppelten Menge Terpentin oder 55 bis 66l Erdöl auf 122 bis 150° erhitzt und bis zur vollständigen Auflösung gerührt. Hierauf läſst man die Masse bis auf etwa 38° abkühlen und setzt zu derselben eine Caseïnlösung, welche etwa 3k Caseïn enthält und die durch Auflösen von Caseïn in schwachem Ammoniakwasser unter Zusatz einer geringen Menge Alkohol und Holzgeist erhalten wird. Die Masse wird nun zum 2. Mal auf 122 bis 150° erhitzt, bis sie dünnflüssig wird. Man kocht dieselbe dann mit einer 15 bis 25procentigen Gerbsäurelösung, welcher man zur Beschleunigung des Verfahrens etwa 0k,5 Ammoniak zusetzt. Nach mehrstündigem Kochen läſst man die Masse abkühlen, wäscht sie in kaltem Wasser aus, knetet sie in heiſsem Wasser, walzt und trocknet sie.

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