Titel: Verfahren zur Herstellung poröser Steinmassen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 247/Miszelle 8 (S. 514)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj247/mi247mi12_8

Verfahren zur Herstellung poröser Steinmassen.

Nach A. Frank in Charlottenburg (D. R. P. Kl. 80 Nr. 21074 vom 6. December 1881) wird Kieselguhr mit weinsaurem Kalium, weinsaurem Kalinatron, Zuckerkalklösungen u. dgl. feucht angemacht, geformt, getrocknet und gebrannt. Hierbei verhindert die Verkohlung der zwischenlagernden organischen Stoffe ein Zusammensintern und Dichtwerden der einzelnen Kieselerdetheilchen, während die Alkalien oder alkalischen Erden doch eine genügende chemische Bindung und Versinterung bewirken, um feste, poröse Massen zu erzielen. Je nachdem der Verglühprozeſs in offenen oder geschlossenen Gefäſsen stattfindet, verbrennt die organische Substanz vollkommen oder läſst sehr fein vertheilten Kohlenstoff, zwischen der Kieselerde lagernd, zurück.

Zur Absorption von Carbolsäure oder Brom, welche damit in fester Form dispensirt und dosirt werden können, setzt man die fertig gebrannten Stücke noch glühenden Alkalidämpfen aus, oder glasirt sie auf andere bekannte Weisen äuſserlich. Man gewinnt so nach auſsen völlig dichte, flaschenartige Massen, welche, nachdem an passender Stelle kleine Oeffnungen in den Glasurüberzug gemacht sind, die Flüssigkeiten begierig aufsaugen und danach durch ein geeignetes Material bis zum Gebrauch verschlossen werden können.

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