Titel: Motard's Lichtgieſsmaschine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 248 (S. 69–70)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj248/ar248030

Lichtgieſsmaschine von A. Motard und Comp. in Berlin.

Mit Abbildungen auf Tafel 6.

A. Motard und Comp. in Berlin (*D. R. P. Kl. 23 Nr. 17325 vom 6. September 1881) vereinigt Lichtgieſsmaschine und Schneidmaschine, |70| um das Zerbrechen und die Verunreinigung der Kerzen auf der bisherigen Schneidmaschine zu verhüten.

Auf dem oberen Rand der Maschine ist eine Schlittenführung a (Fig. 7 bis 9 Taf. 6) so befestigt, daſs die Schneidmaschine B leicht eingesetzt und ausgehoben werden kann. Die senkrechte Welle J trägt unten die Kreissäge b, weiter oben die Schraube ohne Ende c, welche in das Rad d eingreift, auf dessen Achse sich eine über den Bügel e gespannte Schnur aufwickelt, so daſs die Säge selbstthätig von einem Ende der Maschine zum anderen bewegt wird.

Zur Füllung der Formen f wird das betreffende Material in das Gieſsschiff C eingegossen. Von der durch Trieb h bewegten Zahnstange g wird ein Rahmen getragen, auf welchem sich, der Anzahl der Guſsformen entsprechend, lange Röhrchen s befinden, so daſs durch Anheben dieser Röhren die erkalteten Lichte nach oben bewegt und die durch s laufenden Dochte r nachgezogen werden. Mit der Windevorrichtung hängt ein Tritthebel n zusammen, an dessen senkrechtem, geschlitztem Theile k die Nase l so einstellbar ist, daſs die Lichte in bestimmter Länge und bestimmtem Gewicht geschnitten werden können, indem beim Aufwinden der Steg m gegen die Nase l anschlägt. Auſserdem ist an einer Seite eine ihrer Länge nach verstellbare Sperrklinke o angebracht, welche so eingestellt wird, daſs sie für den ersten Anhub genau in das Sperrrad p einfällt und den Rückgang hindert.

Nachdem dies geschehen, wird von der aus Drahtspiralen gebildeten biegsamen Welle q mittels Verkuppelung bei z die Bewegung auf die Kreissäge übertragen, so daſs diese, sich selbstthätig vorwärts bewegend, die über den Rand der Formen ragenden Ueberguſsstücke abschneidet. Hierauf wird durch den Arbeiter der Tritt y abwärts bewegt, dadurch die Nase l zurückgezogen, wonach ein weiteres Aufwinden der Lichte aus den Formen stattfindet. Dabei bewegen sich die Lichte, durch welche gleichzeitig die Dochte r nachgezogen sind, durch die niedergeklappte Klemmvorrichtung E und werden dort so lange festgehalten, bis die Röhren s mit ihrem trichterförmigen Aufsatz niedergewunden sind und ein erneutes Füllen der Formen stattgefunden hat.

Die Säge, welche bereits vorher am Ende ihrer Bahn anlangte, wird dadurch selbstthätig ausgerückt, daſs die vordere Supportkante an den an einer Kette befestigten Ring t stöſst, wonach das Gewicht G derart zur Wirkung gelangt, daſs mittels des Riemenführers H der Riemen auf die lose Scheibe u gebracht wird. Die Feder v dient zur Ausgleichung etwaiger Unterschiede in der Entfernung von der Transmission zu den einzelnen Maschinen.

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