Titel: Ch. Lever's elektrische Bogenlampe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 248 (S. 282)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj248/ar248116

Ch. Lever's elektrische Bogenlampe.

Mit Abbildungen auf Tafel 19.

Im Crystal Palace werden z. Z. die tropische Abtheilung von 5 älteren und einige andere Räume von 6 neueren der einfachen Lampen von Ch. Lever in Culcheth Hall, Bowdon (Cheshire) erleuchtet. In diesen Lampen berühren sich die Kohlenstäbe nicht von Anfang an und der Elektromagnet hat daher die Aufgabe, dieselben zur Berührung zu bringen. Die neuere, vereinfachte Anordnung ist nach Iron, 1883 Bd. 21 S. 224 in Fig. 9 Taf. 19 abgebildet.

Die mittels der Schraube E regulirbare Feder D legt, so lange der Elektromagnet F nicht durchströmt ist, dessen Anker A an die Stellschraube G und hält so mittels des Klemmringes B den oberen Kohlenstab C gehoben. Der Elektromagnet F liegt in einer Nebenschlieſsung zu dem Lichtbogen. Wird dann der Strom durch die Lampe gesendet, so wird der Elektromagnet kräftig magnetisirt, überwindet die Spannung der Abreiſsfeder D, löst somit den Ring B und gestattet dem oberen Kohlenstabe C auf den unteren herabzufallen. Sobald dies geschehen ist, wird der gröſste Theil des Stromes durch die Kohlen gehen; die Feder D vermag den Anker A des Elektromagnetes F wieder abzureiſsen und hebt mittels des Ringes B den oberen Kohlenstab C, so daſs der Lichtbogen die durch die Schraube G bestimmte Länge erhält. Brennen die Kohlen ab, so wird der Stromzweig in F wieder kräftig genug, um A anzuziehen und C herabfallen zu machen, worauf sich das frühere Spiel wiederholt.

In der Abänderung Fig. 10 Taf. 19 ist der Klemmring durch zwei Federn B ersetzt, welche an den Stellschrauben I befestigt sind, die im Rahmen H sitzen; diese Federn B heben bei nicht durchströmtem Elektromagnete F den oberen Kohlenstab C, bis sie an die Stellschraube G anstoſsen. Die Federn B sind aus Stahl und tragen weiche Eisenstücke als Anker für F. In Fig. 11 sind die beiden Federn B durch ein gemeinschaftliches Ankerstück A verbunden, von welchem aus die Träger A1 nach oben gehen; die Stifte A2 in letzteren gleiten in Schlitzen in den Knaggen A3 auf B.

Da bei Beginn die Elektromagnete F sämmtlicher Lampen eingeschaltet sind und daher zufolge des groſsen Widerstandes die Dynamomaschine nur langsam in ihren erregenden Elektromagneten kräftigen Magnetismus würde entwickeln können, so bringt Lever an der Dynamomaschine einen Elektromagnet von mäſsigem Widerstände an, welcher selbstthätig den Lampenstromkreis erst einschaltet, wenn der Strom eine bestimmte Stärke erreicht hat.

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