Titel: Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 248/Miszelle 6 (S. 43)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj248/mi248mi01_6

Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber.

Nach Ch. de Vaureal in Paris (D. R. P. Kl. 40 Nr. 20593 vom 2. März 1882) werden die Antimon, Arsen, Schwefel und Tellur enthaltenden Erze gepulvert, mit Schwefelleber gemischt und bei Luftabschluſs zur Bildung von Natriumsulfosalzen geglüht. Die Schmelze wird mit warmem Wasser, welches die Hälfte der für die Calcinirung verwendeten Schwefelleber enthält, ausgezogen, das Filtrat abgedampft und das so erhaltene Natriumsulfantimoniat mit Eisenfeilspänen geglüht, um Antimonmetall zu gewinnen. Enthält das Erz Gold, so soll die filtrirte Flüssigkeit vor ihrem Eindampfen durch ein kleines Filter gehen, welches mit feinem Sand und gepulvertem Antimon gefüllt ist.

Der nur noch wenig oder gar kein Antimon mehr enthaltende Auswaschrückstand wird bei niedriger Temperatur geröstet, um die Schwefelverbindungen in Sulfate zu verwandeln. Das geröstete Erz wird einer ersten Auslaugung mit Wasser unterworfen, welches 0,2 bis 0,3 Proc. Kochsalz von dem Gewichte des Erzes gelöst enthält. Das entstandene Chlorsilber ist unlöslich, während Kupfer-, Eisen- und Zinksulfat sich lösen. Nach dieser ersten erfolgt die zweite Auslaugung mit Chlormagnesium, in welchem das Chlorsilber sich löst.

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