Titel: Verfahren zur Herstellung wetterbeständiger Wandgemälde.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 248/Miszelle 18 (S. 92)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj248/mi248mi02_18

Verfahren zur Herstellung wetterbeständiger Wandgemälde.

Nach A. Keim in München (D. R. P. Kl. 22 Nr. 19210 vom 6. December 1881) wird zunächst der aus gelöschtem Kalk, Sand und Wasser hergestellte Untergrund nach dem Trocknen mit rauhem Sandstein abgerieben und dann mit Kaliwasserglas getränkt. Der eigentliche Malgrund wird mit einem Gemisch aus 4 Th. Quarzsand, 3,5 Th. Marmorsand, 0,5 Th. Infusorienerde, 1 Th. Aetzkalk und der erforderlichen Menge destillirten Wassers hergestellt. Nach dem Austrocknen wird dieser Malgrund mit Kieselfluorwasserstoffsäure getränkt, worauf die mit entsprechenden Zusätzen zur Beförderung der Silicatbildung versehenen Farben, welche vorher zur Verhütung des Nachdunkelns mit Alkalien behandelt wurden, aufgetragen werden. Das fertige Bild wird mit einer heiſsen Lösung von Kaliwasserglas bespritzt, getrocknet, mit einer Lösung von Ammoniumcarbonat behandelt und schlieſslich abgewaschen.

Nach einem Gutachten der Kgl. bayerischen Akademie der bildenden Künste in München zeichnen sich die so hergestellten Wandgemälde durch groſse Widerstandsfähigkeit gegen atmosphärische Einflüsse aus. Auch vom künstlerischen Standpunkte aus wird das Verfahren als vorzüglich bezeichnet.

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