Titel: Zur Kenntniſs der Mineralwasser.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 248/Miszelle 9 (S. 89–90)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj248/mi248mi02_9

Zur Kenntniſs der Mineralwasser.

Ein bei Srinye-Lipoiz im Saivser Comitate vorkommendes Mineralwasser, welches seit einiger Zeit unter dem Namen „Salvator“ in den Handel kommt, zeichnet sich nach M. Ballo (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1882 S. 3003) dadurch aus, daſs es die Kohlensäure sehr langsam verliert. Da eingetauchtes Magnesium Wasserstoff




Jahr

Zahl der
Durchschnitts-
preis v. 100 Stück
Mithin kosten die
unbrauchbar ge-
wordenen
Kosten des ver-
brauchten Kupfer-
vitriols
Erlös für Batterie-
rückstände
unter-
haltenen
Ele-
mente
unbrauchbar ge-
wordenen
Zinkringen Bleiblechen Bleiplatten
Zink-
ringe
Blei-
bleche
Blei-
platten
Zink-
ringe
Blei-
bleche
Blei-
platten
1878/79 109170 62033 9569 539 28,62 15 28,75 17754 1435 155 35464 8755
1879/80 115208 71508 6648 1027 24,25 15 31,55 17341 997 324 37100 12230
1880/81 122176 79953 7395 1463 32,88 15 31,50 26289 1109 461 44150 12082
1881/82 127166 78937 7292 910 24,40 15 32,50 19261 1094 296 43770 13670
Zusammen 292431 30904 3939 80645 4635 1236 160484 46737
Gesammtausgabe 247000 M.

Hierzu treten 7816 M. als Erlös für unbrauchbar gewordene Zinkringe, welche bei Herstellung neuer Zinkringe nicht verwendet sind, so daſs im Ganzen 54553 M. oder 22 Procent der Gesammtausgabe für Batteriematerialien wiedergewonnen wurden.

|90|

entwickelt, so nimmt Ballo an, daſs die Kohlensäure in wässeriger Lösung nicht als Anhydrid (CO2), sondern als Säurehydrat (H2CO3) vorhanden ist.

Die Existenz des Kohlensäurehydrates läſst die Kohlensäure haltigen Mineralwasser und Getränke in einem anderen Lichte wie bisher erscheinen. Man war bisher gewohnt, darin eine Verbindung, das Kohlensäureanhydrid, anzunehmen, welchem höchstens schwach saure Eigenschaften zugeschrieben wurden. Nun ist aber thatsächlich darin ein Säurehydrat enthalten, welches selbst gewisse Metalle unter Wasserstoffentwickelung aufzulösen vermag und welchem demnach gar nicht so unbedeutende saure Eigenschaften zukommen.

Die Menge des in einem Mineralwasser vorkommenden Kohlensäurehydrates hängt nicht allein von den Druck- und Temperaturverhältnissen ab, sondern auch von der Menge der gleichzeitig vorhandenen kohlensauren Alkalien. So wie die Schwefelsäure pyro- und überschwefelsaure Salze bildet, ebenso kann in solchen Mineralwassern, wie z.B. dem Salvatorwasser, das Vorhandensein solcher überkohlensaurer Salze angenommen werden, welche als schwieriger dissociirbar, die Kohlensäure nur langsam abgeben.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: