Titel: Ueber Heizung der Eisenbahnwagen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 248/Miszelle 4 (S. 135–136)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj248/mi248mi03_4

Ueber Heizung der Eisenbahnwagen.

Ueber Eisenbahnwagen-Heizung hat Quassowski im Architekten- und Ingenieurverein in Aachen (vgl. Wochenblatt, 1883 S. 23) einen Vortrag gehalten, aus welchem folgende Mittheilungen entnommen sind: Die Dampfheizung ist vortrefflich, |136| bietet aber groſse Schwierigkeiten bei dem Wagenwechsel; die Luftheizung, bei welcher mitten unter dem Wagen ein Rost angebracht wird, läſst die vorderen Coupes kalt, während die hinteren überhitzt werden; die Schweizer Methode, die Luftheizung vorn am Wagen anzubringen, bewährt sich nur so lange, als die Wagen nicht umgedreht werden; die Ofenheizung liefert zu ungleichmäſsige Erwärmung und nimmt auch der Ofen viel Platz weg; die Warmwasserheizung ist zu kostspielig und deshalb nur für Salonwagen angewendet; am besten bewährt sich noch immer die von Kienast eingeführte Briquettesheizung; die Kosten sollen mit derselben 3¾ Pf. für jedes Coupe und Stunde betragen und eine Füllung 12 bis 15 Stunden ausreichen. Die Luftzuführung geschieht dabei durch Schlitze in der Auſsenwand, ein doppelter Mantel verhindert die Ueberhitzung. Bei einem von Kienast erfundenen Apparat wird die Luft spiralförmig um den Briquetteskasten geführt.

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