Titel: Ueber den Giftstoff der Lupinen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 248/Miszelle 6 (S. 179)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj248/mi248mi04_6

Ueber den Giftstoff der Lupinen.

Der in manchen Lupinen enthaltene, die Lupinosekrankheit erzeugende Stoff läſst sich nach C. Arnold (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1883 S. 461) dadurch gewinnen, daſs die fein gemahlenen schädlichen Lupinen mit 2 Proc. kohlensaures Natrium enthaltenem Wasser von 40 bis 50° zu einem dünnen Brei angerührt und das Gemisch 2 Tage lang bei Zimmertemperatur macerirt wird. Die hierauf durch Abpressen erhaltene Flüssigkeit wird bei einer 60° nicht überschreitenden Temperatur möglichst concentrirt, nachdem sie vorher mit Essigsäure neutralisirt worden. Der erkalteten Flüssigkeit wird hierauf so lange vorsichtig concentrirte Essigsäure zugesetzt, bis eben keine Fällung mehr stattfindet. Die von dem entstandenen Niederschlage (Legumin) abfiltrirte saure Flüssigkeit wird auf dem Wasserbade bei nicht über 60° zum Syrup abgedampft und dann in das 15 fache Volumen 90 procentigen Alkohols gegossen. Der nach 24 stündigem Stehen erhaltene Niederschlag wird gesammelt und zwischen Filtrirpapier durch Pressen getrocknet. Die so erhaltene Masse besitzt einen angenehm aromatischen Geruch und Geschmack und ruft bei Thieren schon in Gaben von etwa 10g Lupinose hervor. (Vgl. Kühn, 1881 240 327.)

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