Titel: Trennung des Nickels von Kobalt.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 248/Miszelle 8 (S. 180)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj248/mi248mi04_8

Trennung des Nickels von Kobalt.

Versetzt man nach G. Vortmann (Monatshefte für Chemie, 1883 S. 2) eine ammoniakalische, Salmiak enthaltende Kobaltlösung mit unterchlorigsaurem Natrium, so wird, namentlich beim Erwärmen, das Kobalt sehr rasch oxydirt und die dunkelrothgelbe Lösung enthält dasselbe nun hauptsächlich als Luteosalz. Verdünnt man nach dem Erkalten mit Wasser und setzt etwas Kalilauge hinzu, so bleibt die Lösung, falls sie nur Kobalt enthielt, selbst nach mehrtägigem Stehen klar; enthielt sie jedoch etwas Nickel, so scheidet sich dieses nach wenigen Minuten als Oxydulhydrat ab. Es lassen sich auf diese Weise selbst Spuren von Nickel in Kobaltsalzen nachweisen und umgekehrt kann man auch sehr geringe Mengen Kobalt neben Nickel auffinden. Die ammoniakalische Lösung der Nickelsalze zeigt nämlich eine rein blaue Färbung. Sind jedoch gleichzeitig selbst sehr geringe Mengen Kobalt zugegen, so geben diese nach der Behandlung der Lösung mit unterchlorigsaurem Natrium in der Kälte eine deutlich rothviolette Färbung; ist diese jedoch nicht recht zu erkennen und man filtrirt, nach dem Verdünnen mit Wasser und Zusatz von Kalilauge, vom Nickeloxydulhydrat ab, so zeigt das Filtrat eine schwache, gelbe Färbung. Bei sehr geringen Mengen von Kobalt ist das Filtrat farblos; es gibt aber beim Erwärmen mit ein wenig Schwefelammonium einen schwarzen Niederschlag von Schwefelkobalt. Ist das Filtrat stark roth gefärbt, so erhitzt man es zum Kochen, wobei die Kobaltammoniumverbindung unter Abscheidung von braunem Kobaltoxydulhydrate zerlegt wird.

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