Titel: Zur Bekämpfung der Rübennematoden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 248/Miszelle 10 (S. 218–219)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj248/mi248mi05_10

Zur Bekämpfung der Rübennematoden.

Nach einem Berichte von J. Kühn in der Zeitschrift des deutschen Vereins für Rübenzucker-Industrie, 1883 S. 96 über die im J. 1882 ausgeführten Versuche zur Bekämpfung der Rübennematoden hat sich die Anwendung der Fangpflanzen (vgl. 1882 246 295) völlig bewährt. Es wurden für jede Hektar 38k Sommerrübsen gesäet und, sobald die mikroskopische Untersuchung zeigte, daſs die Larven ihre volle birnenförmige Anschwellung erreicht hatten, was nach 18 bis 20 Tagen der Fall war, die Pflanzen mit einer Drillhacke ausgehoben und am nächsten Tage möglichst tief untergepflügt. Dieses Verfahren wurde 4 mal wiederholt und war das Feld dann fast völlig frei von Nematoden. Gleichzeitig wurde beobachtet, daſs die Larven von benachbarten Feldern 18m weit wanderten.

Der Umstand, daſs auf einem mit Nematoden auſsergewöhnlich reich besetzten Felde es gelang, mittels Zerstörung von Fangpflanzen auf dem Felde selbst die Nematoden dergestalt zu vermindern, daſs in der 4. Fangpflanzensaat nur noch sehr selten vereinzelt vorkommende Larven wahrgenommen wurden, läſst hoffen, es werde in der That gelingen, im J. 1883 auf diesem Felde eine |219| normale Rübenernte zu erzeugen. Es würde damit die Wirksamkeit eines Nematodenvertilgungsverfahrens erwiesen sein, das auch in der groſsen Praxis bei ausgedehntesten Flächen jederzeit und ohne alle Schwierigkeit Anwendung finden könnte.

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