Titel: R. G. Brown's elektrischer Regulator für Schiffsmaschinen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 248/Miszelle 4 (S. 257)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj248/mi248mi06_4

R. G. Brown's elektrischer Regulator für Schiffsmaschinen.

R. G. Brown in Paris (* D. R. P. Kl. 65 Nr. 20902 vom 15. Juli 1882) gibt eine Vorrichtung an, um die Geschwindigkeit der Schiffsdampfmaschinen mittels elektrischen Stromes zu reguliren, wenn die Schiffsschraube beim Stampfen des Schiffes theilweise aus dem Wasser auftaucht.

Es wird ein Contact an jenem Punkte angebracht, über welchen hinaus die Schraube nicht aus dem Wasser auftauchen darf, ohne eine für die Dampfmaschine gefährliche Geschwindigkeit herbeizuführen; ein zweiter Contact wird dem ersteren möglichst nahe, doch so angeordnet, daſs er stets unter Wasser sich befindet. Beide Contacte sind durch eine Leitung verbunden, in welcher mittels einer von der Schraubenwelle aus betriebenen Dynamomaschine ein elektrischer Strom erzeugt wird. Befinden sich nun beide Contacte im Wasser, so ist durch das Wasser Stromschluſs vorhanden; taucht jedoch die Schraube so weit auf, daſs der eine Contact über Wasser gelangt, so wird der Strom unterbrochen, ein in die Leitung eingeschalteter Elektromagnet läſst einen Anker los, so daſs dieser von einer Feder zurückgezogen werden kann. Die Bewegung des Ankers wird in der Weise ausgenutzt, daſs durch dieselbe eine kleine Hilfsdampfmaschine in Gang gesetzt wird, welche das Dampfabsperrventil schlieſst. Wird der Strom beim Eintauchen beider Contacte wieder geschlossen, so zieht der Elektromagnet den Anker wieder an, und die Hilfsdampfmaschine geht in ihre frühere Stellung zurück und öffnet das Dampfabsperrventil.

Es wird auch vorgeschlagen, mehrere Contacte über einander anzuordnen. so daſs der elektrische Strom in jeder correspondirenden Zahl von Elektromagneten geschlossen wird, die dann mittels geeigneter Uebertrager die Dampfeinströmung in den Schieberkasten nach Maſsgabe der Lage der Propellerschraube im Wasser regeln.

Anstatt der Feder kann man einen zweiten Elektromagnet zum Zurückziehen des Ankers benutzen. Alsdann wird in die Stromleitung ein Relais so eingeschaltet, daſs bei Schluſs derselben durch die besprochenen Contacte und das Wasser der Strom durch den ersten Magnet hindurchgeht, bei Unterbrechung derselben durch Austauchen der Contactpunkte dagegen das nun ausschlagende Relais den Strom in einer anderen Leitung durch den zweiten Elektromagnet schickt; dieser zieht nun den vom ersten freigegebenen Anker an und so wird die Regulirung in gleicher Weise eingeleitet wie vorhin.

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