Titel: Spellier's funkenloser Stromunterbrecher.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 248/Miszelle 6 (S. 301–302)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj248/mi248mi07_6

Spellier's funkenloser Stromunterbrecher.

Wie M. Hipp bei seinen Uhren (1878 227 * 558. 1883 247 * 491), so wendet auch L. H. Spellier eine Einrichtung an, welche das Verbrennen der Contactstellen durch die in den Elektromagneten beim Unterbrechen des Stromes auftretenden Inductionsströme verhüten soll. Er läſst nämlich nach dem Journal of the Franklin Institute, 1883 Bd. 115 * S. 225 auf einer kleinen, auf die Steigradachse aufgesteckten Platinscheibe eine mit dem einen Pole der Batterie verbundene Contactfeder schleifen. Eine zweite Feder steht durch den Elektromagnet hindurch mit dem zweiten Batteriepole in Verbindung und wird Contact machend von einer der nöthigen Zahl der Stromschlieſsungen entsprechenden Anzahl Platinstifte berührt, welche aus einer gröſseren, auf die Steigradachse aufgesteckten Metallscheibe vorstehen und nach einander beim Umlaufe dieser |302| Scheibe diese zweite Contactfeder lieben, bis dieselbe endlich von dem betreffenden Platinstifte abschnappt. Kurze Zeit vor diesem Abschnappen indessen tritt die zweite Feder mit einer ein wenig über ihr angebrachten dritten Feder in Berührung und stellt, da die letztere mit einem Punkte des vom zweiten Batteriepole nach dem Elektromagnete führenden Drahtes in Verbindung steht, eine kurze Schlieſsung für die Batterie her, zugleich aber auch einen die zweite Contactfeder und den Platinstift nicht in sich enthaltenden kurzen Schluſs für den Elektromagnet her, so daſs der im Elektromagnete im Augenblicke der Berührung der zweiten und dritten Feder entstehende Oeffnungsinductionsstrom in diesem kurzen Schlieſsungskreise verlaufen kann, bei der nachfolgenden vollständigen Unterbrechung des Batteriestromes aber zwischen dem Platinstifte und der von ihm abschnappenden zweiten Feder ein Inductionsfunken nicht überspringt.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: