Titel: Neuerungen an Centrifugen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 248/Miszelle 2 (S. 344)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj248/mi248mi08_2

Neuerungen an Centrifugen.

C. G. Haubold jr. in Chemnitz (*D. R. P. Kl. 82 Nr. 16580 vom 15. Mai 1881) bringt bei Centrifugen die Leerscheibe nicht auf der Trommelachse, sondern auf der Antriebswelle an, welche zum gleichzeitigen Betriebe mehrerer Centrifugen dienen kann. Da die Centrifuge beim Abstellen vermöge ihrer lebendigen Kraft noch einige Zeit läuft, wird der auf die Leerscheibe geschobene Riemen in Bewegung erhalten und folgt derselbe deshalb willig der Riemenführung. Beim Einrücken wird die Centrifugentrommel etwas von Hand gedreht. Ferner wird vom Erfinder der Kunstgriff angewendet, die Leerscheibe etwas kleiner im Durchmesser als die Vollscheibe zu halten, welche letztere gegen die Leerscheibe hin mit einem entsprechenden Conus versehen ist. Der Zweck dieser Maſsnahme ist der, die Spannung des auf der Leerscheibe ruhenden Riemens etwas zu vermindern. Dies wäre überflüssig, wenn die Leerscheibe auf eine von einem besonderen Lager getragene, feste Hülse, durch welche die Antriebswelle frei hindurch geht, gesetzt werden würde. Letztere Einrichtung ist, wenn auch nicht billiger, so doch jedenfalls noch zweckmäſsiger als die Anwendung der verkleinerten, unmittelbar auf der rotirenden Welle sitzenden Leerscheibe.

Bei Centrifugen, deren Entleerung nach unten möglich ist, ordnet F. Scheibler in Burtscheid-Aachen (*D. R. P. KL 82 Nr. 16581 vom 17. Mai 1881) eine mit dem Untergestelle verbundene Transportschnecke an. Das Gehäuse der letzteren bildet gleichzeitig eine passende Verankerung mehrerer neben einander aufgestellten Centrifugen.

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