Titel: Zur Werthbestimmung des Chlorkalkes und der Chromate.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 248/Miszelle 13 (S. 392)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj248/mi248mi09_13

Zur Werthbestimmung des Chlorkalkes und der Chromate.

J. W. Ch. Harvey (Chemical News, 1883 Bd. 47 S. 51 und 86) versetzt eine Lösung von Eisenchlorid mit Zinnchlorür und bestimmt das gebildete Eisenchlorür mit dichromsaurem Kalium. Nachdem so der Wirkungswerth dieser Lösung festgestellt ist, läſst man so lange von der zu untersuchenden Chlorkalklösung zuflieſsen, bis Ferrocyankalium das Ende der Reaction anzeigt.

In entsprechender Weise wie bei der Untersuchung von Braunstein (vgl. S. 303 d. Bd.) mischt man zur Prüfung chromsaurer Salze eine Lösung von Zinnchlorür zunächst mit einem Ueberschusse von Eisenchlorid, erhitzt und titrirt das nach der Gleichung 3SnCl2 + 3Fe2Cl6 = 6FeCl2 + 3SnCl4 gebildete Eisenchlorür mit dichromsaurem Kalium. Ferner versetzt man die gleiche Menge Zinnchlorür mit dem zu prüfenden Chromate und Salzsäure; beim Erhitzen wird nach der Formel K2Cr2O7 + 3SnCl2 + 14HCl = 2KCl + Cr2Cl6 + 3SnCl4 + 7H2O eine dem Chromate entsprechende Menge Zinnchlorür in Chlorid übergeführt. Zur Bestimmung des überschüssigen Zinnchlorürs fügt man Eisenchlorid hinzu und titrirt das gebildete Eisenchlorür zurück. Die Differenz beider Bestimmungen entspricht dem Chromate.

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