Titel: Trouvé's Verbesserung des Chromsäure-Elementes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 248/Miszelle 6 (S. 389–390)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj248/mi248mi09_6

Trouvé's Verbesserung des Chromsäure-Elementes.

Die Inconstanz des Chromsäure-Elementes verbessert G. Trouvé nach Engineering, 1883 Bd. 35 S. 296 durch Uebersättigung der Füllungsflüssigkeit. Er bringt 150g doppelchromsaures Kali gepulvert in 1l Wasser, schüttelt um und |390| setzt tropfenweise 450g Schwefelsäure zu. Die Flüssigkeit erwärmt sich ein wenig und das Salz lost sich auf; sie bleibt klar und setzt beim Erkalten keine Krystalle ab, noch scheiden sich Chromalaunkrystalle aus, während das Element in Thätigkeit ist. Die Uebersättigung der Erregungsflüssigkeit hält Trouvé für die Ursache der Constanz seines Elementes, welche vielleicht aus der Abwesenheit von Chromkrystallen auf den Kohlen erklärt werden kann. Die beiden Kohlenplatten, zwischen denen die Zinkplatte sich befindet, sind am oberen Theile galvanisch verkupfert, was sie fester macht und ihren Widerstand vermindert. Die elektromotorische Kraft des frisch gefüllten Elementes ist 2 Volt und die Stromstärke bei kurzem Schlüsse 118 Ampère, der Widerstand 0,07 Ohm. 4 Batterien zu je 6 Elementen haben, ohne an Kraft nachzulassen, 2 Stunden lang mittels einer Gramme'schen Maschine 14mk geleistet.

Diese Batterie wendet Trouvé auch bei seinem Motor an, in welchem er nach Iron, 1883 Bd. 21 * S. 245 den Anker des Siemens'schen Cylinderinductors nicht gerade, sondern etwas schneckenförmig gewunden macht, um zwei bei jeder Umdrehung auftretende wirkungslose Perioden zu beseitigen. Ein nur etwa 3300g wiegender Motor leistet 3mk,75 in der Sekunde. Den Motor verwendet Trouvé bei seinen elektrisch getriebenen Booten, welche theils Schaufelräder, theils eine Schraube haben. Die Schraube legte Trouvé anfangs hinter das Steuerruder, dann, da hierdurch das Boot zu lang wird, in ein Nebensteuerruder am Stern, vor dem Hauptsteuerruder, bei kleinen Booten dagegen gleich in das Steuerruder selbst.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: