Titel: Herstellung von Methylchinolin aus Orthonitrobenzylidenaceton.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 248/Miszelle 16 (S. 432)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj248/mi248mi10_16

Herstellung von Methylchinolin aus Orthonitrobenzylidenaceton.

Nach Angabe der Farbwerke vormals Meister, Lucius und Brüning in Höchst a. M. (D. R. P. Kl. 12 Nr. 22138 vom 25. Juli 1882) geht das aus Benzylidenaceton durch Nitriren u.s.w. gewonnene Orthonitrobenzylidenaceton bei der Behandlung mit reducirenden Mitteln in Methylchinolin über: C6H4.NO2.CH.CH.CO.CH3 + 3H2 = C6H4C3H2(CH3)N + 3H2O.

Zur Reduction des Orthonitrobenzylidenacetons eignen sich Zinnchlorür und Salzsäure am besten; auf 20 Th. Orthonitrobenzylidenaceton gebraucht man 75 Th. Zinnchlorür und 75 Th. Salzsäure (von 1,2 sp. G.) welche mit derselben Menge Wasser verdünnt ist. Die Bildung des Methylchinolins vollzieht sich unter starker Wärmeentwickelung. Die Reactionsmasse versetzt man mit Kalkhydrat im Ueberschusse und destillirt die neue Base im Wasserdampfstrome ab. Das Methylchinolin, welches zur Darstellung von Azofarbstoffen verwendet werden kann, siedet bei etwa 240° und liefert sehr schön krystallisirende Salze.

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