Titel: Benutzung flüssiger Kohlensäure zum Betriebe von Dampffeuerspritzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 248/Miszelle 2 (S. 429)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj248/mi248mi10_2

Benutzung flüssiger Kohlensäure zum Betriebe von Dampffeuerspritzen.

Bekanntlich steht der allgemeineren Verwendung von Dampffeuerspritzen der Umstand im Wege, daſs dieselben nicht in jedem Augenblicke betriebsfähig sind, vielmehr unter Umständen mehrere Minuten verstreichen, ehe die genügende Dampfspannung erreicht ist. Um diesem Uebelstande abzuhelfen, schlägt Branddirektor Witte in Berlin (D. R. P. Kl. 59 Nr. 21931 vom 10. September 1882) vor, jeder Dampfspritze in einem entsprechenden Behälter eine genügende Menge flüssiger Kohlensäure mitzugeben, welche alsdann im geeigneten Augenblicke durch ein mit Rückschlagventil versehenes Rohr in den Dampfraum des Kessels eingelassen wird und vorläufig zum Betriebe der Maschine dient. Das Anheizen und die Dampfentwickelung gehen hierbei in der gewöhnlichen Weise vor sich. Es muſs ausreichend Kohlensäure vorhanden sein, um die Maschine im Gange zu erhalten, bis genügend Dampf erzeugt ist. Die Kohlensäure gelangt auf diese Weise angewärmt in den Cylinder, was von Wichtigkeit ist, da sonst die Ausblaserohre der Maschine unfehlbar zufrieren würden.

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