Titel: Zur Untersuchung eiweiſsartiger Stoffe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 248/Miszelle 12 (S. 523–524)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj248/mi248mi12_12
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Zur Untersuchung eiweiſsartiger Stoffe.

H. Struve empfiehlt im Journal für praktische Chemie, 1883 Bd. 27 S. 231 zur Dialyse eiweiſsartiger Stoffe die Anwendung thierischer Blase, welche in Wasser eingeweicht, mechanisch gereinigt und dann mit Aether ausgezogen wurde, als Membran und als Auſsenflüssigkeit durch Schütteln von Chloroform mit Wasser erhaltenes Chloroformwasser. Die auszulaugenden Stoffe gibt man in die Blase hinein, bindet dieselbe mit einem Faden weiſser Seide zu und hängt sie darauf in ein Stöpselglas, welches zum Theile mit Chloroformwasser angefüllt ist. Jetzt beginnt die Dialyse, welche man mit aller Ruhe bis in die kleinsten Einzelheiten hinein verfolgen kann, ohne das Eintreten irgend welcher anderer Zersetzung befürchten zu müssen; nur muſs man sicher sein, daſs der Glasstöpsel gut schlieſst und die Auſsenflüssigkeit immer nach Chloroform riecht.

Frische, mit Wasser ausgewaschene Bierhefe wurde in entsprechender Weise der Dialyse unterworfen, als Auſsenflüssigkeit aber Aether angewendet. Die Lösung enthielt Invertin, Leucin, Tyrosin, Glycerin-Phosphorsäure, Albumin und Pepton. Auf Trockensubstanz berechnet ergab die Untersuchung einer Hefe folgende Zusammensetzung:

Albumin 1,29
Invertin 4,19
Extractivstoffe 51,12
Hefenrückstand 42,02
Aetherrückstand 1,38
––––––
100,00.
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