Titel: Zur Prüfung des fetten Mandelöles.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 248/Miszelle 13 (S. 524)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj248/mi248mi12_13

Zur Prüfung des fetten Mandelöles.

H. Hager macht in der Pharmaceutischen Centralhalle, 1883 S. 182 darauf aufmerksam, daſs das Oel aus bitteren Mandeln sich bei der Elaidinprobe anders verhält als das aus süſsen Mandeln, indem es nur wenig festes Elaidin gibt, Zur Untersuchung des Oeles bringt man 1g desselben in eine kleine Porzellanschale und setzt 4 Tropfen concentrirte Schwefelsäure hinzu. Rührt man nun mit einem Glasstabe um, so erfolgt eine gelbe, in Gelbroth übergehende Farbenreaction, welche nur einige Augenblicke anhält, um dann in helles Braun mit grünem Farbentone oder in Grün mit braunem Farben tone überzugehen. Würde das Gelb alsbald in Dunkelbraun übergehen, so läge eine längere Zeit gelagertes Oel vor. Tritt das Gelb nicht auf, so liegt kein Mandelöl vor.

Man mischt ferner 1 Raumtheil rauchende Salpetersäure und 1 Th. Wasser mit 7 Th. Mandelöl. Die durch kräftiges Schütteln erhaltene Mischung ist bei Oel aus süſsen Mandeln weiſslich, bei Oel aus bitteren Mandeln blaſs bis kräftig chamoisfarben (je nach dem Alter des Oeles). Beim Stehen bilden sich im Verlaufe von 12 bis 15 Stunden 2 Schichten, eine untere kleine, farblose, klare, wässerige und eine trübe obere, etwa 8mal gröſsere, welche beim Oele der süſsen Mandeln starr, weiſs und körnig ist, bei dem Oele der bitteren Mandel aber sich flüssig, mehr oder weniger milchigtrübe und gelblichweiſs bis weiſsgelblich zeigt.

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