Titel: Kreissäge zum Abschneiden von Pfählen unter Wasser.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 248/Miszelle 3 (S. 521–522)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj248/mi248mi12_3

Kreissäge zum Abschneiden von Pfählen unter Wasser.

Zum Abschneiden der Köpfe von Rammpfählen möglichst tief unter dem Wasserspiegel wurde bei den Ausbesserungsarbeiten der Invalidenbrücke in Paris nach einer ausführlichen Mittheilung in Oppermann's Portefeuille économique, Bd. 6 * S. 87 von J. Boué eine Kreissäge benutzt.6) Die Arbeit geschieht von einem Prahme aus, auf welchem die Betriebslocomobile aufgestellt ist. Das untere, dicht am Sägeblatte die Welle der arbeitenden Kreissäge haltende Halslager wird gegen den Prahm durch 3 Stangen abgestrebt, welche in Klemmbacken der Arbeitstiefe der Säge entsprechend eingestellt werden. Das Heben |522| und Senken der Kreissäge sammt diesen Stangen und ihrem unteren Lager geschieht nach Lösung der Klemmbacken mittels zweier von dem unteren Lager der Kreissäge nach einer auf der Bühne des Prahmes stehenden Windetrommel führenden Gelenkketten. Hierbei verschiebt sich die lange vertikale Welle der Kreissäge mit Nuth und Feder in einem von der Locomobile bewegten Getriebe, während die 3 tragenden Stangen in den erwähnten Klemmringen gleiten. Da in Folge der Spreizung die Stangen veränderliche Winkel mit der Sägewelle einschlieſsen, so sind sie an das untere Lager mit Gelenken angeschlossen und auch die Klemmringe an dem Gestelle des Prahmes entsprechend drehbar angebracht. Die Kreissäge hat bei 1m Durchmesser 5mm Dicke und macht in der Minute 150 Umgänge. Mit derselben wurden in 7 Stunden 10 bis 12 Rammpfähle und 40 bis 50 Spundbretter geschnitten.

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Ueber die Verwendung eines biegsamen Sägebandes mit hin- und hergehender Bewegung zum gleichen Zwecke vgl. 1870 197 * 305.

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