Titel: Verfahren zum Biegen und Härten von Blattfedern.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1883, Band 250/Miszelle 3 (S. 88)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj250/mi250mi02_3

Verfahren zum Biegen und Härten von Blattfedern.

Nach dem Verfahren von H. Woodruff und G. Barson in Sheffield (* D. R. P. Kl. 49 Nr. 21556 vom 5. August 1882) werden die sämmtlichen zu einer zusammengesetzten Blattfeder gehörigen Stahlstreifen in richtiger Reihenfolge in einem Rahmen eingespannt und durch Anpressen einer Schablone von einer Krümmung gleich der concaven Seite des obersten (gröſsten) Federblattes mittels einer Preisschraube in die richtige Form gebracht. Als Gegenschablone dient hierbei ein verhältniſsmäſsig dünner Blechstreifen, welchem durch Stellschrauben eine der äuſseren convexen Begrenzung der fertigen Blattfeder gleiche Krümmung gegeben wird. So werden alle zu einer Feder gehörigen Blätter mit einem Male richtig gebogen. Man läſst dann die Preſsschraube so weit zurückgehen, daſs man eine Art Kamm oder Rechen mit den einzelnen Zinken zwischen je zwei Federblätter einführen kann, schraubt wieder fest und kann nun das ganze Federsystem durch Eintauchen des ganzen Rahmens in Wasser o. dgl. härten, da die Zinken des Rechens die einzelnen Blätter genügend aus einander halten, um den Durchgang des Wassers zwischen ihnen möglich zu machen.

Der hauptsächlichste Zweck dieses Verfahrens scheint darin zu liegen, den Blättern einer und derselben Feder einen möglichst gleichen Härtegrad zu ertheilen und gleichzeitig dieselben möglichst gegen das Verziehen beim Härten zu schützen.

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